Die Schüler*innen der 7. + 8. Klassen des bildnerischen Zweigs am BORG-Götzis erlebten in St. Gallen zwei eindrucksvolle Ausstellungen, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbanden. In der Stiftsbibliothek tauchten sie ein in die Welt der mittelalterlichen Buchkunst: Originalhandschriften, kunstvolle Illustrationen und ein Workshop mit Feder und Tinte machten Schriftkultur greifbar und vermittelten, wie viel Geduld und Präzision das Schreiben einst erforderte. Im Kontrast dazu zeigte die Ausstellung von Cemile Sahin in der Kunsthalle St. Gallen, wie Bilder heute politische Realität, Flucht und Widerstand inszenieren, eine kraftvolle Mischung aus Kriegsfotografie und Popästhetik, die zur kritischen Reflexion über Medien und Bildwirkung anregte. Beide Ausstellungen machten deutlich, wie Schrift und Bild über Jahrhunderte hinweg unsere Sicht auf die Welt prägen – damals wie heute.
Am nächsten Tag durften die 7. und 8. Klassen des Kunstzweigs raumgreifende Schriftbilder gestalten, die nun unsere Schule schmücken.
Für die 5. und 6. Klassen hieß es beide Tage sehr viel ausprobieren und kreativ werden. Nach einem Graffiti-Workshop mit dem Künstler Tomy Galido stand die Gestaltung großformatiger Leinwände für das eigene Klassenzimmer auf dem Programm. So wurden verschiedene Arten der Kunst zusammen erlebt und schließlich erschaffen und die Ergebnisse können nun täglich im Klassenzimmer bestaunt werden.
